Weiterführende Schulen

Hier können Sie sich einen Überblick über unser Kursangebot für weiterführende Schulen verschaffen.

Grundlegendes:

  • Jede Klasse wird von zwei Trainern betreut.
  • Theoretischer Input und praktische, erfahrbare Übungen wechseln sich in allen Kursen ab.
  • Die genannten Klassenstufen sind jeweils Empfehlungen. Gerne stellen wir Ihnen auch ein individuelles Programm zusammen.

Weiterführende Schulen

Gewaltprävention, Selbstbehauptung, Konfliktbewältigung, Sexualpädagogik
a) 5.-13. Klasse
b) ab 7. Klasse

In diesem Workshop geht es um Grenzen. Sie können aus zwei Varianten wählen. In der ersten beschäftigen wir uns themenübergreifend mit Grenzsetzung, in der zweiten setzen wir einen sexualpädagogischen Fokus.

a)
 Unabhängig vom Alter ist es wichtig, die eigenen Grenzen wahrnehmen, benennen und kommunizieren zu können. Ein Ja zu sich bedeutet eben manchmal ein Nein zu jemand anderem. Für ein respektvolles Miteinander kommt die Notwendigkeit hinzu, die Grenzen von anderen zu erkennen oder zu erfragen und diese zu respektieren. Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:

  • Wofür sind Grenzen sinnvoll?
  • Wie erkenne ich meine Grenzen und die von anderen?
  • Wie kann ich meine Grenzen setzen?
  • Was passiert bei Grenzüberschreitungen?


b)
Wählen Sie einen sexualpädagogischen Fokus, widmen wir uns verstärkt den Herausforderungen rund um das Thema Grenzen im Bereich der Sexualität. Insbesondere mit Beginn und im Laufe der Pubertät müssen die eigenen Grenzen immer wieder neu erkundet, definiert und vor allem klar gesetzt werden. Dabei braucht es viel Mut und Selbstbewusstsein, um sich anderen nicht zu sehr anzupassen oder dem Druck von außen (PartnerIn, Freunde, Medien etc.) zu beugen. Wir diskutieren verbreitete Überlegungen wie zum Beispiel:

  • Ich habe Angst, verlassen zu werden, wenn ich sexuelle Handlungen verweigere.
  • Was für die Anderen normal ist, will ich (noch) nicht. Wie gehe ich damit um?
  • Ich habe sexuellen Handlungen zugestimmt. Darf ich meine Meinung ändern?
In beiden Workshopversionen ermutigen wir die Jugendlichen, auf sich selbst zu achten, die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu übernehmen und bestärken zu einem JA zu sich – was eben manchmal ein Nein zu jemand anderem bedeutet. Darüber hinaus vermitteln wir, dass jeder unterschiedliche Grenzen hat und das gut so ist. Wer früh genug lernt und beständig übt, für sich und seine Grenzen einzustehen, läuft weniger Gefahr, Opfer von verbalen und körperlichen Übergriffen zu werden. Wer die Grenzen von anderen erkennen und respektieren kann, ohne sich angegriffen oder zurückgewiesen zu fühlen, wird nicht (bewusst oder unbewusst) übergriffig.

Teamtraining, Selbstbewusstsein, Gewaltprävention, Konfliktbewältigung, Integration
5.-13. Klasse

Auch hier bieten wir Ihnen und Ihren Schülern zwei verschiedene Schwerpunkte an. In beiden Versionen geht es um den Zusammenhalt innerhalb der Klasse und deren Teamfähigkeit. In der ersten Variante liegt der Fokus auf den individuellen Besonderheiten des Einzelnen, in der zweiten auf den Folgen von Mobbing und deren Überwindung.

a) Individualität
: Insbesondere im Teenageralter fällt es manchen Jugendlichen schwer, sich in einer Gruppe zurecht- und einzufinden. Unsicherheiten und Selbstzweifel nagen an Einzelnen: Bin ich hübsch/ klug/ cool genug? Wieso gehöre ich nicht zur beliebten Clique? Was stimmt nicht mit mir? Wir arbeiten in diesem Kurs die individuellen Besonderheiten, die Schönheit und Stärken des Einzelnen heraus und verorten diese ganz konkret im Gruppengefüge. Ziel ist, dass die SchülerInnen erkennen, dass jeder auf seine ganz eigene Art liebens- und lebenswert ist, seinen Teil zur Gemeinschaft beitragen und diese bereichern kann.

  • Warum ist jede/r wichtig?
  • Wie kann ich mich selbst mehr und mehr annehmen?
  • Wie wird aus vielen Ichs ein Wir?
  • Was kann ich von meinen Klassenkameraden lernen, was kann ich beitragen?


b) Mobbing: Nicht selten kommt es in Gruppen, allen voran in Klassenzimmern oder auf dem Pausenhof, zu Konflikten, die in scheinbar aussichtslosem Mobbing enden. Die Dynamik dahinter ist stark, für die Opfer häufig traumatisierend und eine Belastung für Schüler, Lehrer und Eltern. Ziel dieses Workshops ist, einen offenen Austausch zu ermöglichen, für die emotionalen Folgen von Mobbing zu sensibilisieren sowie Empathie und Verständnis durch Perspektivenwechsel zu üben. Mit Hilfe von Rollenspielen versetzen sich die SchülerInnen in die Lage von anderen (Täter, Opfer, Mitläufer, Dulder etc.) und bekommen so die Möglichkeit, sich in alle Positionen einzufühlen. Es geht dabei nicht um Anklage , sondern um Verständnis  und Alternativen. Gemeinsam suchen wir nach möglichen Ursachen für Konflikte und Lösungen.

  • Wo fängt Gewalt an?
  • Wie wird sie subjektiv wahrgenommen?
  • Wann läuft das Fass über und was passiert dann?
  • Wie können Täter- / Opfer- /Mitläufer-Rollen abgelegt werden?
  • Wie kann ein Gemeinschaftsgefühl aufgebaut werden und Integration gelingen?
Optimal wird dieser Workshop an 2 – 3 Vormittagen gehalten.

Kommunikation, Achtsamkeit, Gewaltprävention, Sozialkompetenz
5.-13. Klasse

Kommunikation – online und offline, verbal und nonverbal – ist ein wesentlicher Grundstein unseres Soziallebens. In diesem Kurs legen wir den Fokus auf unsere Sprache und deren Wirkung.

Kinder eignen sich Wörter aus ihrem Umfeld, unter anderem auch aus Songtexten, youtube-Videos und Social Media Kanälen an. Schnell werden diese Worte unhinterfragt im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet, ohne sich deren Ursprung und Bedeutung klar zu sein. Die abwertende Wirkung vieler Ausdrücke („Hey Bitch!“, „Loser!“, Bezeichnungen für diverse Körperteile oder Sexualität) stört den einen gar nicht, ein anderer ist jedoch getroffen.

Worte haben Kraft, sie können einer Intention im Positiven mehr Ausdruck verleihen, aber auch seelische Verletzungen zufügen. Ohne moralischen Zeigefinger und mit viel Spaß setzen wir uns mit dem täglichen Sprachgebrauch auseinander.

  • Welche Sprache spreche ich?
  • Welche Bedeutung haben meine Worte?
  • Kann man Worte fühlen?
  • Wie kommuniziere ich, ohne mein Gegenüber mit meiner Wortwahl zu verletzen?

Medienerziehung, Selbstbewusstsein, Sexualpädagogik
a) 5.-13. Klasse
b) 7.-13. Klasse

Wir bieten Ihnen diesen Kurs in zwei Varianten an: entweder beschäftigen wir uns allgemein mit der Wirkung von Medien oder wir legen den Fokus im Sinn von sexualpädagogischer Aufklärung gezielt auf den Einfluss, den Medien auf das Frauen-, Männer- und Sexualitätsbild einer Gesellschaft haben.

a) Allgemein: Auch wenn wir den Medienkonsum unserer Kinder noch so sehr einschränken, können wir den Einfluss auf die Meinungsbildung nicht kontrollieren. Ein kompetenter Umgang mit Medien ist daher zur Notwendigkeit geworden. In unserem Workshop geht es nicht um die Datensicherheit im Netz, sondern um eine eigenverantwortliche  Auswahl und „Verdauung“ der Medieninhalte. Vor allem Kinder und Jugendliche sind empfänglich für versteckte Werbung oder scheinbar perfekte Instagram-Fotos. Vorgefertigte Bilder werden häufig unbewusst und unreflektiert als „die Wahrheit“ übernommen.

Wir wollen dazu anregen, Bilder und Meinungen unter die Lupe zu nehmen und sich trotz aller Medienflut eigene Gedanken zu machen.

b) Sexualpädagogischer Fokus
: Laut den Songtexten einiger der angesagtesten Rapper  machen einen „richtigen Mann“ viele wechselnde Frauen, harter Sex, Unmengen Geld und Gewaltbereitschaft aus. Werbespots und Jugendzeitschriften vermitteln, dass „richtige“ Frauen dünn sein und perfekt aussehen müssen. Pornos suggerieren, dass Männer immer können und Frauen immer wollen.

Wir untersuchen mit den Jugendlichen, welche Bilder in verschiedenen Medien von Mädchen / Frauen, Jungen / Männern, Sexualität und Körperidealen gezeichnet werden. Wir erklären, wie uns das beeinflussen kann, zeigen Methoden, Medieninhalte selbstbewusst zu hinterfragen und ermutigen, sich auf die Suche nach der eigenen Wahrheit zu machen.

  • Welche Bilder vermitteln die Medien zu bestimmten Themen?
  • Wie hinterfrage ich diese kritisch?
  • Wie bilde ich mir eine eigene Meinung?

Medienerziehung, Gewaltprävention, Selbstbehauptung
5.-10. Klasse, bei Bedarf auch in höheren Klassen

Bei diesem Kurs können Sie wählen, ob wir mit Ihrer Klasse den Schwerpunkt auf Cybermobbing oder Sexting legen. Obwohl jeweils beide Themen angesprochen werden, ist es sinnvoll, sich viel Zeit für eine ausführliche Auseinandersetzung zu nehmen.

Soziale Netzwerke und verschiedene Apps erleichtern und erschweren das Leben zugleich. Gruppenchats von Klassen, im Freundeskreis oder Vereinen sind selbstverständlicher Alltag für die meisten Jugendlichen. Das birgt neben großen Chancen auch Risiken durch massive Grenzüberschreitungen: Cybermobbing-Fälle, in denen Jugendliche über einen längeren Zeitraum hinweg online Spott, Beschimpfungen oder Bedrohungen ausgeliefert sind, häufen sich. Sexting, das Austauschen von intimen Nachrichten oder Bildern, wird schon unter sehr jungen SchülerInnen freiwillig praktiziert oder als Mutprobe / Liebesbeweis etc. gefordert,  ohne dass sie sich dabei den Gefahren wirklich bewusst sind. Ein respektvoller und sicherer Umgang in der digitalen Welt muss gelernt und gepflegt werden.

Wir beschäftigen uns im Kurs mit möglichen Gefahren, sensibilisieren für deren Folgen, geben Hintergrundwissen und suchen zusammen nach einem Weg, Fairness (auch) online zu leben.

  • Wie verhalte ich mich fair im Netz?
  • Welche Risiken muss ich mir bewusst machen?
  • Wie ist die Rechtslage?
  • Wo kann ich mir Hilfe holen?

Ausgeglichenheit, Kommunikation, emotionale Stabilität, Selbstbehauptung
5.-13. Klasse

Plötzlich grundlos traurig, im nächsten Moment extrem genervt, dann wieder himmelhoch jauchzend – heftige Stimmungsschwankungen gehören genauso zur Pubertät wie die körperliche Entwicklung und stellen nicht nur das Umfeld, sondern vor allem die Jugendlichen selbst vor eine große Herausforderung. Im Austausch können die SchülerInnen feststellen, dass das vorübergehende Chaos normal ist und sie damit nicht alleine sind.

Wir vermitteln, wie man lernen kann, mit Gefühlen gesund umzugehen anstatt ihnen (scheinbar) ausgeliefert zu sein. Dazu gehören zum Beispiel die wichtige (und gar nicht so leichte) Unterscheidung von Gedanken und Gefühlen, das klare Benennen von Gefühlen oder achtsame Körperwahrnehmung.

  • Welche Gefühle  spüre ich?
  • Wie rede ich über meine Gefühle?
  • Was sind meine bisherigen Strategien?
  • Was kann ich machen, um meine Gefühle weder zu verdrängen, noch mich in ihnen zu verlieren?
  • Wie finde ich einen gesunden, liebevollen Umgang mit mir und meinem Umfeld?

Stressbewältigung, Entspannung, Burnoutprävention
5.-13. Klasse

Mit fortschreitendem Alter werden Kinder und Teenager immer mehr mit Fragen und Situationen konfrontiert, die Stress verursachen können: Schaffe ich die nächste Klasse? Was kommt nach der Schule? Ist er/sie auch in mich verliebt? Warum redet meine beste Freundin plötzlich nicht mehr mit mir? Durch die körperlichen und emotionalen Veränderungen der Pubertät sowie die Alltagsanforderungen in Schule und Elternhaus sind stressige Momente kaum komplett zu vermeiden. Es gibt jedoch viele leicht zu erlernende Methoden, um mit Stress gesund umzugehen und selbst für Entspannung zu sorgen.

Wir zeigen (und üben!) Körperwahrnehmung, Achtsamkeit, aktive und ruhige Entspannungsmethoden und geben Tipps für Zuhause.

  • Was ist Stress?
  • Wie wirkt sich Stress auf mein Wohlbefinden aus?
  • Wie kann ich Stress im Alltag vermeiden?
  • Welche Möglichkeiten zur Entspannung gibt es vor/während/nach der Schule?
Dieser Workshop ist auf Wunsch auch für das Lehrerkollegium buchbar.